Professor Hans Goldmann

Hans Goldmann zeigte bereits in den ersten Lebensjahren grosses Geschick in Mathematik und Naturwissenschaften. Er besuchte das Gymnasium in Komotau (Tschechische Republik) und beschloss, eine Laufbahn als Astronom einzuschlagen. Sein Vater allerdings forderte ihn auf, einen 'praktischen' Beruf zu erlernen. Also studierte er Medizin an der deutschen Universität in Prag (Karls-Universität) und promovierte im Jahr 1923.

Von 1919 bis 1924 war Goldmann Assistent von Professor Dr. Armin Tschermak von Seyseneck (1870-1952) im physiologischen Institut. In Prag war er auch Assistent des Augenarztes Anton Elschnig (1863-1939). Im Jahr 1924 wechselte er an die Augenklinik in Bern, wo er als Assistent von August Siegrist (1865-1947) arbeitete. Von 1935 bis zu seinem Rücktritt vom aktiven Berufsleben im Jahr 1968 leitete Goldmann als Ordinarius die Berner Universitäts-Augenklinik.

Bereits am Physiologischen Institut in Prag entwickelte Goldmann sein lebenslanges Interesse für die Optik, Physik und Instrumente. Seinen wesentlichen Beitrag zur Augenheilkunde leistete er in der Entwicklung und Verfeinerung von Messinstrumenten, einschliesslich der Spaltlampe, Colorimeter, Halbkugelperimeter, Applanationstonometer, Gonioprismen, Adaptometer und Fluorophotometer. Diese wurden in Zusammenarbeit mit der Firma Haag-Streit entwickelt und produziert.

Im Jahr 1962 erhielt Goldmann den Titel Doctor honoris causa der Universität Uppsala in Schweden und im Jahr 1965 die gleiche Ehrung von der Universität Strassburg sowie 1976 von der Universität Genf.

 

Eponyme:
Goldmann Applanationstonometer
Ein Instrument zur Bestimmung des Augeninnendrucks mittels Spaltlampen.

Goldmann Perimeter
Ein Standard-Gerät für die Bestimmung des Sichtfeldes.

Goldmann Kontaktgläser
Instrumente für die Prüfung des Augenhintergrundes.

Goldmann drei-spiegel Kontaktgläser
Instrumente zur Gonioskopie der peripheren Zonen des Augenhintergrundes.

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